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Frauen mit Behinderungen

Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit und ohne Behinderungen ist Ausdruck eines Macht und Ungleichgewichtes zwischen den Geschlechtern

Ein gewaltfreies Leben für Frauen und Mädchen mit und ohne Behinderungen ist ein Menschenrecht. Die Realität sieht oft anders aus, auch in Deutschland. Laut WHO ist eines der größten Gesundheitsrisiken für Frauen weltweit die Gewalt gegen Frauen. Besonders häufig sind Frauen und Mädchen mit Behinderungen von Gewalt im Geschlechterverhältnis betroffen. Die Studie „Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland“ von 2012 hat erstmals mit repräsentativen Zahlen das ganze Ausmaß der Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderung sichtbar gemacht.

  • Drei von fünf Frauen mit Behinderungen haben körperliche Gewalt im Erwachsenenalter erfahren (60%)
  • Etwa jede zweite Frau mit Behinderung erlebt sexualisierte Gewalt in Kindheit, Jugend oder als Erwachsene (bis zu 50%).
  • Damit sind behinderte Frauen 2- bis 3-mal so häufig von sexualisierter Gewalt betroffen wie der weibliche Bevölkerungsdurchschnitt
  • Fast doppelt so häufig wie nichtbehinderte Frauen erfahren Frauen mit Behinderungen körperliche und psychische Gewalt im Erwachsenenalter, aber auch bereits in ihrer Kindheit.
  • Bis zu 90% der Frauen mit Behinderungen erfahren psychische Gewalt in ihrem Leben.

Es wurde in der Studie ebenfalls deutlich, dass ein Zusammenhang zwischen Gewalterfahrungen und Behinderungen besteht. Das erleben wiederholter Gewalt kann Behinderungen und Beeinträchtigungen nach sich ziehen; zugleich erhöhen Behinderungen das Risiko Gewalt zu erleben. Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen findet zu Hause, in Einrichtungen der Behindertenhilfe oder auch bei Pflege und Assistenz und in vielen anderen Zusammenhängen statt. Zu den Formen gehören sexualisierte, körperliche, psychische, aber auch strukturelle Gewalt. Frauen und Mädchen mit Behinderungen erfahren oft geschlechtsspezifische Gewalt und zugleich Gewalt und Diskriminierung aufgrund der Behinderung.

Frauen und Mädchen nehmen aber nur selten Hilfe in Anspruch.

Deshalb bietet der Frauennotruf Marburg e.V. speziell Beratungen für Frauen und Mädchen mit Behinderungen:

 Unsere offene barrierefreie Beratung ist immer

 dienstags, 9:00 – 11:00 Uhr

 im BIP (Beratungszentrum mit integriertem Pflegestützpunkt – Am Grün 16 – 35037 Marburg) am Rudolphsplatz

 Hier sind wir persönlich erreichbar oder auch telefonisch: 06421-201 1976 (nur dienstags zwischen 9:00 und 11:00 Uhr) sonst 06421-21438. Wenn der Termin nicht passend ist, dann können wir auch einen speziellen Termin hier mit Ihnen vereinbaren.

 

Für Fußgängerinnen und blinde oder sehbehinderte Ratsuchende ist auch eine Beratung in unseren eigenen Räumen jederzeit möglich.

 

 

Beschreibung der Postkarte „Nein! Zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen“

 

Auf der Vorderseite der Postkarte ist der Text „Nein! Zu Gewalt gegen Frauen und Mädchen mit Behinderungen. Suse- sicher und selbstbestimmt für Hessen“ zu sehen.

Außerdem sind auf der Postkarte fünf Comic-Bilder. Die Bilder zeigen Situationen in denen Frauen und Mädchen mit Behinderungen Gewalt passiert.

Das erste Bild zeigt eine Frau im Rollstuhl die von anderen Menschen ausgelacht wird.

Das zweite Bild zeigt einen Mann, der einer Frau an den Haaren zieht.

Das dritte Bild zeigt eine Person, die eine andere Person nicht in Ruhe lässt und ihr vor ihrem Haus auflauert, um sie zu verfolgen.

Das vierte Bild zeigt einen Mann, der eine Frau an den Hintern fasst. Das möchte sie nicht.

Und das fünfte Bild zeigt eine Frau, die in der Badewanne liegt und von ihrem Pfleger oder ihrer Pflegerin an der Brust berührt wird. Das möchte sie nicht.

Diese Bilder beschreiben Gewaltsituationen, bei denen wir ihnen helfen können. Es gibt aber auch noch andere Situationen, bei denen wir helfen können. Sie können sich bei uns melden, wenn sie das Gefühl haben, dass jemand ihnen Gewalt antut.

Links unten auf der Postkarte ist das Logo bff: Suse - sicher und selbstbestimmt.

Rechts unten ist das Logo des Frauennotruf Marburg e.V.. Dort sieht man das Symbol für Frauen. Das ist ein Kreis mit einem Kreuz nach unten. In diesem Zeichen ist eine Faust mit einem Telefon in der Hand. Neben dem Logo steht unsere Internetadresse www.frauennotruf-marburg.de. Außerdem ist dort unsere Telefonnummer: 06421- 21438. Hier können Sie uns montags von 16:00-18:00 Uhr und donnerstags von 9:00-11:00 Uhr erreichen. Sie können uns aber gerne auch eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen oder eine Email schreiben.

Auf der Rückseite ist ein Bild. Auf dem Bild sieht man zwei Frauen die miteinander reden.

Außerdem steht dort folgender Text:

Kennen sie solche Situationen?

Wir bieten kostenlose Unterstützung und Hilfe für Betroffene, Angehörige und Freund_innen an:

- Persönliche Beratung und Gespräche

- Telefonische Beratung und E- Mail Beratung

- Hilfe bei der Suche nach Ärzt_innen, Therapeut_innen und Anwält_innen

- Informationen zu juristischen Fragen

Unser Angebot richtet sich an Frauen und Mädchen jeglicher kultureller, ethnischer und sozialer Herkunft, unabhängig vom Aufenthaltsstatus, egal welchen Alters, mit und ohne Behinderung, gleich welcher Lebensform. Bitte teilen sie uns ihren persönlichen Unterstützungsbedarf mit, damit wir individuell darauf eingehen können.

Das Team vom Frauennotruf Marburg e.V.

Frauennotruf-marburg.de

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